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Rennberichte

Saison 2017

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Ein kleiner Jahresrückblick!

Diese Saison startete wie die meisten von euch bereits wissen, beim ersten Rennen mit einem Schicksalsschlag.
Ein Supermotofahrer stürzte so unglücklich, dass er noch auf der Rennstrecke in „Villars sous Écot“ in Frankreich verstarb.
Dieses Rennen wurde daraufhin verständlicherweise abgebrochen. Danach folge ein schweres Regenrennen in Roggwil,
mit grossem Reifen Desaster für Mike. Nach diesem zweiten Meisterschaftsrennen folgte der nächste grosse Schicksalsschlag.
Ein sehr guter und langjähriger Supermotofreund aus Deutschland, der oft in der Youngsterklasse zusammen mit Mike auf dem Podest stand und nun auch mit ihm in der Prestigeklasse fuhr, verstarb ebenfalls ein paar Tage nach seinen schweren Rennunfall in Deutschland. Wir waren alle wie gelähmt, der Rennsport trat für uns total in den Hintergrund.
Mike fuhr das ganze Jahr nur noch bei den Meisterschaftsrennen, ansonsten sass er nicht mehr auf das Motorrad.
Die Freude und der Spass waren auf einen Schlag weggeblasen.
Wir waren alle erstaunt, dass Mike trotz allem immer wieder wenn das Rennglück auf seiner Seite stand,
doch noch gute Resultate erzielte.
In diesem Jahr machten ihm neben allem Traurigen die Reifen oft einen Strich durch die Rechnung.
Bereits im Frühling beim Training in Italien, hatte Mike kein gutes Gefühl für die Reifen und das Motorrad,
dies hatte ein paar schmerzhafte Stürze zur Folge.
Im Sommer in Emmen wechselte er seine Reifen kurzerhand von Metzeler auf Michelin, er konnte nichts mehr verlieren
und es konnte nur noch besser werden. Diese Entscheidung war genau die Richtige, er hatte auf Anhieb endlich wieder viel mehr Vertrauen zum Reifen und zum ganzen Motorrad. Dies brachte ihm dann auch wieder bessere Resultate
und er fühlte sich vor allem auch wieder richtig wohl auf seinem Motorrad.


Sein Handicap, war schon lange ganz klar das Zeittraining, dort läuft es ihm selten gut,
auf Druck eine gute und schnelle Runde zu fahren lag ihm noch nie.

Aus diesem Grund musste er sich in der Vergangenheit meistens mit einem schlechten Startplatz abfinden. Zum Glück konnte er oft durch hervorragende Starts viele Plätze wieder gutmachen und diese dann schlussendlich auch meistens ins Ziel fahren.
Im Ganzen gesehen, war es einfach eine sehr emotionale und sehr schwierige Rennsaison, die uns alle nachdenklich machte.

Als Abschluss dieser Rennsaison wollte Mike ein weiteres Mal nach Mettet / Belgien zum grossen Superbiker-Event!
Das war ganz klar das Saisonhighlite, er konnte ohne den Druck von Punkte um den Meisterschaftsrang, einfach versuchen mit Freude und Spass gegen gut 300 Fahrer aus der ganzen Welt anzutreten und sich zu messen um zusehen wo er steht.
Das Ziel war für ihn ganz klar, sich gegen die Meute durchzusetzen und zusammen neben den Weltbesten-Fahrern im grossen Superbiker-Final zu stehen.
Mike fuhr alle Qualifikationsläufe hervorragend, er war immer unter den aller schnellsten Fahrern und schaffte es tatsächlich sehr gut bis in diesen grossen legendären Final. Er durfte von Startplatz 13 von insgesamt 46 Startenden, ins Rennen gehen.
Nach dem Start lag er lange auf Rang 10 bis er gegen Schluss ein technisches Problem bekam,
sein Töff kam nicht mehr so richtig auf Touren und gab plötzlich ganz komische Töne von sich.
Wir konnten am Rennstreckenrand einfach nur noch Hoffen und Bangen, dass er die letzten Runden noch übersteht und heil ins Ziel bringt. Leider musste er auf der Startgeraden immer wieder Fahrer an sich vorbeiziehen lassen, da es seinem Motorrad vor allem auf dieser langen Geraden extrem an Leistung mangelte. Glücklicherweise brachte er am Schluss den 16.Rang doch noch sicher ins Ziel. Das war für ihn trotz dem Pech im Finale ein krönender Saisonabschluss!
Wir sind sehr stolz auf Mike, wie er mit der Weltspitze mithalten konnte.


Wie es im neuen Jahr weiter geht, weiss Mike noch nicht.
Der Rennsport ist nicht sein einziges Hobby, dazu kommen für ihn auch immer wieder andere Herausforderungen. Mike weiss noch nicht, ob er seine Karriere ganz beenden möchte, ob er nur ein Jahr aussetzt oder ob er nächstes Jahr vielleicht nur vereinzelte Rennen bestreitet.
Im Frühling 2018 wissen wir mehr und halten euch dann sicher gerne auf dem Laufenden.

Liebe Grüsse und eine gute Zeit wünscht euch allen das Team #993
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Emmen LU

5. Meisterschaftsrennen 
vom 22./23. Juli 2017


Emmen war das Saison Highlight
mit Prominenten Gaststartern wie z.B. Moto 2 Pilot Domi Aegerter #77
und Vizeweltmeister Marc Schmidt

Auf dem Militärflugplatz Emmen fand an diesem Wochenende zum 3.mal ein weiteres Meisterschaftsrennen statt.
Der Anlass war perfekt organisiert und es wurden sehr viele Zuschauer erwartet. Das Reifenproblem war wieder da, der Reifen
der in Bäretswil so perfekt funktionierte war auf dieses Wochenende nicht lieferbar, also entschied ich mich kurzerhand auf einen Wechsel zu Michelin. Ich wollte wissen ob dies funktioniert und deshalb haben wir auf das erste Freitraining am Samstagmorgen Micheline-Reifen montiert. Ich war überaus happy, es fühlte sich einfach grossartig an. Nun mussten wir aber noch ein paar Einstellungen ändern und ich musste mich langsam an das neue Fahrgefühl gewöhnen.

Qualifying:
Das Qualifying verlief ziemlich gut, es gab zwar ein paar Zwischenfälle, wie z.B. eine verschobene Schikane, die durch einen gestürzten Fahrer komplett weg war und einige Fahrer nach dem letzten Sprung ungehindert gerade aus weiterziehen konnten. Leider hatte ich diese Chance nicht um eine perfekte und schnellere Zeit hinzubekommen. Mit meinem 16.Startplatz direkt neben Domi Aegerter #77 war ich aber zufrieden, alle vier Gaststarter lagen vor mir, ohne diese wäre es ein 12.Rang gewesen!

1. Rennlauf am späteren Samstagabend:
Nach einer langen Fahrerpräsentation und vor einer grossen Zuschauerkulisse fand der 1.Rennlauf bereits am Samstagabend statt. Ich hatte einen perfekten Start, befand mich Eingangs Offroads gut in den Top 10! Bis es einen lauten Knall gab und ein übereifriger Mitkonkurrent ungebremst von hinten ins mittlere Fahrerfeld knallte. Fahrer und Maschinen überschlugen sich, darunter war leider auch meine. Ich konnte zwar schnell mein Motorrad wieder aufstellen und wollte weiter fahren als erneut von Hinten, weitere Fahrer in mich rein fuhren. Zwei Fahrer konnten das Rennen nicht mehr fortführen und ich kam als Letzter weg.
Schnell konnte ich auf die vor mir fahrenden aufschliessen und zum Schluss noch vier Plätze gutmachen. Trotz allem gab es mit dem 21.Rang in diesem Lauf keine Punkte für mich. Glücklicherweise blieb ich beim Crash unverletzt!

2.und 3. Rennlauf vom Sonntag:
Beide Starts waren gut, ich platzierte mich nach dem Start zwischen dem 10. und 13.Rang, in beiden Läufen konnte ich gut im Mittelfeld mitkämpfen. Mit einem 12. und einem 13.Rang bin ich zufrieden, denn wenn ich die vier Gaststarter nicht mitzähle, wären das zwei Top 10 Platzierungen gewesen!

Im Tagesklassement reichte es trotz Nuller im ersten Lauf, für den 15.Schlussrang!
Im Jahresklassement liege ich momentan auf Rang 12!


Das nächste Meisterschaftsrennen findet nach der Sommerpause am 2./3. September in Frauenfeld statt.
Es würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere Fan, bei uns im Fahrerlager vorbeischauen würde und mir zu Hause oder auf der Rennpiste die Daumen drückt!

Geniesst den Sommer und hoffentlich bis bald am Streckenrand oder im Fahrerlager!

Motorsportliche Grüsse und eine schöne Sommerzeit!
Mike Zürcher #993
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Bäretswil ZH

4. Meisterschaftsrennen 
vom 15./16. Juli 2017


Beim Häuserkampf in Bäretswil,
hatte ich dank anderen Reifen die Probleme von Lignières
viel besser im Griff!


Das Monaco-Rennen in Bäretswil stand dieses Wochenende auf dem Programm. Ich liebe dieses Rennen, auf der sehr engen und riskanten Strecke zwischen Eishalle und Hausecken. Der Offroad war sehr rutschig und viele Fahrer hatten Mühe damit. Ab dem zweiten Freitraining bekam ich von Dani Müller einen etwas anderen Reifen, den ich noch nicht kannte. Ich fühlte mich damit aber auf Anhieb viel wohler. Der Spass und die Freude am Fahren waren endlich wieder zurückgekehrt!

Qualifying:
Im Qualifying war es sehr schwer eine freie Runde zu erwischen, da vor allem im Offroad immer wieder die gelbe Fahne geschwenkt wurde, wegen gestürzten Fahrern. Ich fühlte mich sehr wohl und belegte nach Ablauf der Zeit den 10.Startplatz!
Ich wusste aber, dass ich während den Rennläufen die Geschwindigkeit der Vorderen sicher auch mitfahren konnte.

1.-3. Rennlauf:
Der Start zum 1.Lauf verlief gut, ich konnte mich nach 2-3 Kurven bereits auf Platz 6 einreihen. Bei der ersten Kurve fuhr leider ein Mitkonkurrent von hinten auf mich drauf. Ich musste mich mit aller Kraft am Lenker halten damit ich nicht stürzte, aus diesem Grund verkrampfte ich mich. Daraus entstand bereits nach der ersten Runde am rechten Arm ein richtiger „Arm-Pump“ (harter Unterarm) dies hatte zur Folge, dass ich grosse Schwierigkeiten hatte, den Lenker und auch die Bremse zu halten. Durch dies verlor ich leider 4Ränge und beendete diesen 1.Lauf auf Rang 10!

Der Start zum 2.Lauf gelang mir wieder gut, bis es in der ersten Kurve zu einem harten Crash kam in den auch ich verwickelt wurde. Ich konnte zum Glück schnell ein paar Ränge wieder gutmachen, bis ich das Motorrad im Offroad abwürgte. Danach musste ich vom hintersten Rang erneut eine Aufholjagt starten, diese gelang mir nochmals sehr gut. Ich belegte bereits wieder den 11.Rang als ein Fahrer direkt vor mir im Offroad stürzte und sich in den Seilen verfing. Ich hatte keine Chance auszuweichen und stürzte ebenfalls, aus diesem Grund fuhr ich einmal mehr erst wieder als Letzter weiter, ich konnte mich zum Glück schnell nochmals um ein paar Ränge verbessern, beendete diesen Lauf aber nur auf dem undankbaren 18.Rang!

Der Start zum 3.Lauf war genial, ich lag sofort auf Rang 5, konnte mit den vorderen Fahrern super mitgehen, nach ca. 2/3 der Renndistanz musste ich im Offroad einen Rang einbüssen, konnte aber den 6.Schlussrang danach gut verteidigen und sicher ins Ziel fahren!

Mit dem 9.Tagesrang bin ich zufrieden, obwohl ohne das Pech im 2.Lauf an diesem Wochenende sicher noch mehr drin gelegen hätte.

Motorsportliche Grüsse und eine schöne Sommerzeit!
Mike Zürcher #993

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Lignières NE

3. Meisterschaftsrennen 
vom 1./2. Juli 2017


Ein durchzogenes Rennwochenende mit Pneu-Desaster!

Dieses Wochenende ging es auf der permanenten TCS-Piste in Lignières in die nächste Runde der Supermoto-Meisterschaft!
Die Freitrainings liefen durchzogen, ich fühlte mich einfach nicht wohl auf meinem Motorrad. Ich hatte überhaupt kein Vertrauen in die Reifen!

Qualifying:
Für das Qualifying wurde das gesamte Motorrad umgestellt und neue Reifen aufgezogen, voller Erwartung ging es dann los.
Ich konnte es nicht glauben, ich kam überhaupt nicht zurecht und dachte mir ob ich das Motorradfahren verlernt hätte.
Bis zur zweit letzten Runde lag ich auf dem letzten Startplatz. Ich fühlte mich total unsicher und in den Kurven schüttelte es gewaltig, trotzdem riskierte ich nochmals alles.
In der letzten Runde konnte ich noch einen Platz gutmachen, ich war sehr enttäuscht!

1.-3. Rennlauf:
Ich kann dieses Rennwochenende kurz zusammenfassen!
Bei allen drei Rennläufen startete ich perfekt, danach hatte ich aber immer grosse Probleme die Geschwindigkeit der anderen mitzugehen und dabei sitzen zu bleiben! Den ersten Lauf konnte ich trotz diesen Problemen auf dem guten 12.Rang beenden.
Der zweite und dritte Lauf wäre ebenfalls nach dem Start nicht schlecht gewesen, aber leider hatte ich in beiden Läufen Stürze, welche mich in der Rangliste nach hinten spülten! Glücklicherweise verletzte ich mich dabei nie schwer!

In der Tagesrangliste belegte ich nur den 18.Schlussrang! Es kann nur noch besser werden!

Weiter geht es in der Meisterschaft in zwei Wochen in Bäretswil ZH

Motorsportliche Grüsse und eine schöne Sommerzeit!
Mike Zürcher #993

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​Hoch-Ybrig SZ

2. Meisterschaftsrennen 
vom 10./11. Juni 2017


Der Samstag verlief alles andere als gut,
die Rennen am Sonntag waren dann zum Glueck viel besser!!


Das Rennen fand einmal mehr bei der Talstation der Hoch-Ybrig-Bahn in Weglosen SZ statt.
Leider gab es dieses Jahr keinen Balkenstart, ich liebe den Balken, da ich ein schlechter Qualifyingfahrer bin.
Eine Runde auf Abruf schnell zu fahren liegt mir nicht! 
Bei den Freitrainings am Samstag hatte ich grosse Probleme, zum einen mit der Hinterbremse und zum anderen mit der Elektronik. Ich hatte im Kabel des Abstellknopfes einen Wackelkontakt, aus diesem Grund stellte das Motorrad 5mal beim Einlenken in eine links Kurve abrupt ab. Dies hatte grobe und schmerzhafte Abflüge zur Folge, zweimal flog ich an derselben Stelle via Highsider über den Lenker.

Qualifying:
Beim Qualifying hatte ich ein ziemlich gutes Gefühl, bis die Gabel anfing zu tropfen, darauf wurde es richtig gefährlich, wegen dem austretenden Oel.
Ich beendete die Quali leider nur auf dem 14. Startplatz! Ich wusste, dass mir für die Rennen am Sonntag nur ein Blitzstart weiterhelfen kann. Der Startplatz wäre hier sehr wichtig gewesen, da es auf dieser Strecke kaum Überholungsmöglichkeiten gibt.

Das Warm-Up am Sonntag musste ich sausen lassen!
Werni Müllhaupt von Stossdämpfer-Technik kam am Sonntagmorgen extra vorbei,
um die Probleme mit der Gabel zu beheben. Aus diesem Grund konnte ich nicht am Warm-Up teilnehmen.
An dieser Stelle ein riesen grosses Dankeschön an Werni, ohne ihn wäre ich echt aufgeschmissen gewesen.

1.Lauf:

Ich hatte einen Blitzstart und schoss von 14.Startplatz gleich auf den 4.Rang! Bei der zweiten Spitzkehre, rutschte ich leider leicht aus, somit konnten drei nachfolgende Fahrer an mir vorbei ziehen. Ganz gegen den Schluss des Rennens verlor ich dann noch einen weiteren Rang und fuhr schlussendlich als 8. über die Ziellinie.
Ich war zufrieden, vor allem mit meinem Blitzstart, bei dem ich gleich 10 Ränge gutmachen konnte.

2.Lauf:
Auch dieser Start gelang mir einmal mehr sehr gut, ich belegte auf Anhieb Rang 5.
Diesen Rang konnte ich über mehr als die Hälfte des Rennens gut verteidigen. Leider folgte einmal mehr bei der Spitzkehre ein Fehler von mir und drei Fahrer konnten mich überholen. Danach fuhr ich aber sicher und unbedrängt wieder den 8.Rang ins Ziel.

3.Lauf:
Auch der dritte und letzte Start war nicht schlecht, ich lag etwa an 7.Stelle als ich in der 2.Spitzkehre unsanft von Hinten durch Randy Götzel #93 abgeschossen wurde! Ich konnte mich zum Glück einigermassen retten und lag danach auf dem 13.Rang! Schnell konnte ich auf die vor mir fahrenden Fahrern aufschliessen, bis mir im Offroad ein blöder Fehler passierte. Ich machte einen richtigen Jimmy, (es verschlug mir den Lenker und ich konnte nicht mehr bremsen) also schoss ich an Baumi vorbei und ungebremst in Roman Peter. An dieser Stelle möchte ich mich bei Roman für meinen Fehler entschuldigen, er musste das Rennen danach als zweitletzter weiterführen und ich nahm die Verfolgung als Letzter wieder auf. Drei Runden später fing ich mir auch noch einen Plattfuss ein, aus diesem Grund musste ich diesen Rennlauf leider wie schon in Roggwil frühzeitig beenden!
Das Ergebnis von diesem Lauf ist sehr schade, aber ich bin froh, dass alle Beteiligten unverletzt geblieben sind.

Mit dem 10.Schlussrang in der Tageswertung kann ich zufrieden sein!

Dieses Wochenende war sehr speziell, ich und ein paar weitere Fahrer fuhren das ganze Wochenende mit Trauerflor, zum Gedenken an Philipp Prestel #95 er war ein Fahrer aus unserer Kategorie Prestige, welcher nach einem schweren Sturz bei einem Rennen in Deutschland sein Leben verlor.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Fahrern und Freunden bedanken, welche sich im Kondolenzbuch für die Familie von Philipp verewigt haben. Ebenfalls einen riesen grosser Dank an alle Fahrer und weitere Gönner, welche sich an dem Blumenkranz und der Spende für „von Herz zu Herz“ zugunsten von Philipp beteiligt haben. Es sind bei uns über 2`000.-Fr. zusammen gekommen!
Wir werden das Buch und die Spende nach dem nächsten Rennen in Lignières an die Familie Prestel weiterleiten!

Motorsportliche Grüsse und eine schöne Sommerzeit!
Mike Zürcher #993
 
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Roggwil BE

1. Meisterschaftsrennen 
vom 06./07. Mai 2017


Probleme bei der Reifenwahl welche sich im Qualifying
und im ersten Rennlauf auszahlten.
Dazu kam beim 3.Rennlauf auch noch ein Plattfuss!


Nachdem der Saisonauftakt in Villars F, nach einem schweren Unfall abrupt abgesagt wurde, fand am letzten Wochenende das erste Meisterschaftsrennen in Roggwil BE statt. Am Freitag war das Wetter bei der Anreise noch ziemlich freundlich, für Samstag und Sonntag hatte sich aber starker Regen angekündigt! 

Das erste Freitraining am Samstagmorgen fand bei Regen statt, ich hatte grosse Mühe mit dem Grip am Hinter- und Vorderrad. Beim zweiten Freitraining war es dann trocken und wir konnten mit den Sliks raus, das Fahrgefühl war um einiges besser und ich fühlte mich viel wohler auf der Strecke.

Qualifying
Das Qualifying fand bei starkem Regen statt, ich entschied mich für neue Regenreifen, hinten und vorne.
Leider machte mir der Hinterreifen einen dicken Strich durch die Rechnung. Ich hatte am Hinterrad nun überhaupt keinen Grip mehr, das hatte einen Sturz bereits in der zweiten Runde zur Folge. Danach fuhr ich den Rest der Quali mit einem krummen Lenker weiter. Ich hatte absolut kein Vertrauen in das Hinterrad und riskierte sehr viel, leider platzierte ich mich dadurch nur auf dem undankbaren 19.Startplatz! Ich hatte eigentlich noch nie Probleme im Regen zu fahren, aus diesem Grund konnte ich es mir nicht erklären, dass mir diese Bedingungen plötzlich so grosse Mühe bereiteten.

1.Lauf
Ich erwischte einen guten ersten Start und befand mich nach der zweiten Runde bereits auf Rang 12. Leider war es sehr rutschig und ich hatte immer noch  kein Vertrauen in mein Hinterrad, das hatte die Folge, dass ich wieder Plätze einbüssen musste. Schlussendlich überquerte ich die Ziellinie als 15. Für die bevorstehenden zwei Rennläufe musste ich unbedingt etwas verändern, denn mit diesem neuen Reifen kam ich einfach nicht zurecht, er funktionierte überhaupt nicht.

2.Lauf
Für den zweiten Rennlauf bekam ich den alten Hinterreifen von Dani Müller, mit dem er das Zeittraining absolvierte. Der Start gelang mir einmal mehr gut, bis vor mir nach der ersten Kurve ein paar Fahrer zu Fall kamen. Ich musste ausweichen und konnte die Verfolgung der Spitze erst als 17. wieder aufnehmen. Ich merkte schnell, dass es mir mit diesem Reifen um einiges wohler war und ich wieder viel mehr Vertrauen hatte, so konnte ich mich von Runde zu Runde nach vorne kämpfen und schliesslich den guten 10.Schlussrang ins Ziel fahren.

3.Lauf:
Ich freute mich auf den dritten und letzten Rennlauf, da ich endlich wusste wo das Problem lag und ich mich mit dem alten Reifen richtig wohl fühlte. Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte mich innerhalb einer Runde vom 19. Rang auf den 11.Rang verbessern. Ich hatte ein super Gefühl und Vertrauen, leider hielt dies nicht lange an, in der zweiten Runde musste ich nach dem Offroadteil das Rennen abbrechen, da ich mir einen Plattfuss am Hinterreifen zugezogen hatte. :-(

Es wäre an diesem Wochenende sicher mehr drin gelegen, leider haben mir die Reifen einen Streich gespielt, hoffen wir auf mehr Glück und Erfolg beim nächsten Rennen, am 10./11.Juni im Hoch-Ybrig!

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle die mich in dieser Saison wieder finanziell und mit tatkräftiger Hilfe und guten Ratschlägen unterstützen! Natürlich auch an alle Fans vielen Dank, die mich mit Daumendrücken und ihren guten Gedanken ebenfalls unterstützen!

Motorsportliche Grüsse aus dem Militär
Mike Zürcher #993

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