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Rennberichte 2012


Der Saisonauftakt der SAM-Meisterschaft in Welschingen Deutschland ist geglückt!


Das erste Rennen stand am 5./6. Mai 2012 auf dem Programm. Nach der Winterpause geht man mit gemischten Gefühlen an den Start, wo steht man? Wie stark ist die Konkurrenz? Nach zwei Jahren auf einer Husqvarna, startete ich neu mit einer Keller-Yamaha YZ 250 und vielen neuen Sponsoren in meine dritte Rennsaison! Voller Spannung ging`s ins Freitraining. Die Piste lag mir auf Anhieb, sie hatte einen grossen Offroadteil. Ich konnte die zwei Freitraining`s sowie das Zeittraining auf dem 1.Rang beenden. Neu wird in dieser Saison bei einigen Rennen der SAM-Meisterschaft mit einem Startbalken gestartet, diesen kennt man vorwiegend aus dem Moto-Cross. Mit der Poleposition konnte ich jeweils als erster an den Balken und mir meinen persönlich besten Startplatz aussuchen.
Das schlechte Wetter mit teilweise starken Regengüssen, machte die Reifenwahl sehr einfach, es mussten Regenreifen montiert werden! Alle drei Läufe kann ich kurz zusammenfassen, die Start`s gelangen mir nicht ganz optimal, da der Startbalken für mich totales Neuland ist und ich mich zuerst daran gewöhnen muss! Aber ich konnte schluss-endlich alle drei Läufe ganz klar und überlegen für mich entscheiden. Somit hatte ich nach dem Rennen die volle Punktzahl von 75Pkt. und den Tagessieg auf meinem Konto.



Erstes Rennen der FMS-Meisterschaft in Lignières NE, mit Sturz im zweiten Lauf,
​leider wichtige Punkte verloren.


Das erste Rennen dieser Meisterschaft stand am 12.Mai 2012 auf dem Programm.
Neu in dieser Saison, hat die Kategorie Youngster das ganze Programm am Samstag.
Das Wetter spielte wieder einmal mehr verrückt, es regnete den ganzen Tag dazu war es bitterkalt! Dadurch war der ganze Offroadteil leider für die Freitrainings und das Zeittraining geschlossen. Lignières ist eine sehr schnelle Strecke, ich kam gut damit zurecht.
Im Starterfeld waren starke Fahrer aus dem nahen Ausland anzutreffen. Die beiden Freitraining`s beendete ich auf dem 1. und 2.Rang, das Zeittraining auf dem 3.Rang!
Für den 1.Lauf wurde eine kleine Schlaufe des Offroad`s geöffnet. Den Start zum 1.Lauf erwischte ich nicht gut und kam als fünfter aus der ersten Kurve, konnte mich aber in der ersten Runde schnell auf Platz vier vorarbeiten. Den 1.Lauf beendete ich schlussendlich auf dem 3.Rang. Mit dem Start vom 2.Lauf war ich persönlich nicht zufrieden, ich kam wieder als fünfter in die erste Kurve, als ich in der dritten links Kurve aussen zu einem Überhol-manöver ansetzte, rutschte mir das Vorderrad weg und der Töff flog wortwörtlich das Bort hinauf. Dank ausgezeichneter Schutzbekleidung und guter Ausrüstung verletzte ich mich glücklicherweise nicht, der Töff war leider leicht lädiert. Ich setzte trotz allem weit abgeschlagen zur Aufholjagt an. Konnte mich am Schluss dieses Laufes auf den 11.Rang verbessern und noch 10 Punkte sichern. Im Schlussklassement stand ich somit auf dem 6.Rang mit 30 Punkten. In der Meisterschaft belege ich nach dem ersten Rennen den 5.Rang mit 34 Punkten, da der Tagessieger Germain Vincenot-Marchal aus Frankreich mit Tageslizenz startete, gab es für die Meisterschaft noch vier Punkte mehr auf mein Konto.



Beim zweiten SAM-Rennen in Bürglen TG den 2.Tagessieg gesichert!


Bei wunderschönem Wetter fand das zweite SAM-Rennen in Bürglen TG am 19./20.Mai 2012 statt. Endlich konnten die Slik`s und die Pneuwärmer montiert werden. Diese Piste kenne ich vom letzten Jahr, sie hat einen sehr schönen, grossen Offroadteil mit einem spektakulärem Sprung! Die zwei Freitrainings und das Zeittraining beendete ich auf dem 1.Rang. Auch hier wurde wieder mit dem Startbalken gestartet und somit brachte mir die Poleposition einmal mehr nicht sehr viel. Der 1.Lauf fand am Samstagabend mit über einer Stunde Verspätung statt. Der Start zum 1.Lauf erwischte ich nicht optimal, konnte mich aber schnell an die erste Stelle setzten und fuhr diesen Lauf überlegen und ohne Probleme als Sieger ins Ziel. Der Start zum 2.Lauf, am Sonntagvormittag erwischte ich wiederum schlecht, als vierter in die erste Kurve. Doch schnell konnte ich mich auf Platz zwei vortasten, hinter Mathias Beck aus AUT. Ich fuhr die schnellste Runde in diesem Lauf, doch an Beck kam ich leider nicht vorbei, da dieser sehr geschickt blockte, somit beendete ich den 2.Lauf als zweiter. In den 3.Lauf ging ich mit einem neuen Slik und wählte einen anderen Startplatz am Balken, ich stand deutlich weiter links. Dieser Start gelang mir ausgezeichnet, in der ersten Kurve war ich zweiter und nach zwei weiteren Kurven bereits auf Platz eins. Diesen Laufsieg brachte ich ohne Probleme und mit grossem Vorsprung ins Ziel. Mit einer Rundenzeit von 1.13.715 wäre ich bei den Prestige Fahrern in der ersten Hälfe zu finden gewesen. Mit 72 Punkten sicherte ich mir einmal mehr den Tagessieg! In der Meisterschaft liege ich nach zwei Rennen mit 26 Punkten Vorsprung auf dem 1.Rang. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und freue mich auf die nächsten drei FMS-Rennen welche auf dem Programm stehen.



Rückblickend auf die ersten drei Rennen meiner neuen Saison:

Ich bin sehr zufrieden und komme ausgezeichnet Zurecht mit meiner neuen Keller-Yamaha. Ich fühle mich auch sehr wohl mit meinem neuen Umfeld, wir sind schon ein richtig gut eingespieltes Team. Es passt einfach alles und so machen die Rennen noch viel mehr Spass.

Ich möchte mich bei meinem Team für die grossartige Unterstützung, ohne die ich diesen Traum nicht ausleben könnte, ganz herzlich bedanken!

An dieser Stelle natürlich auch ein grosses Dankeschön an Chrigel Keller und seine Crew, für ihre hervorragende Arbeit und das grosse Vertrauen!
Für einen Rennfahrer gibt es nichts Schöneres und Grösseres als ein gutes Team und ein perfektes Motorrad zu besitzen, auf welches man sich jederzeit verlassen kann.


Es würde mich sehr freuen, den einen oder anderen Fan einmal an einem Rennen begrüssen zu dürfen!

Tschüss und bis bald mit motorsportlichen Grüssen!

Mike #93



FMS-Meisterschaftsrennen in Bière VD
ist bekannt für den schnellsten Bahnübergang der Welt!


Am 26.Mai 2012 machten wir uns auf den langen Weg nach Bière VD.
Das 2.FMS-Meisterschaftsrennen stand auf dem Programm.
Mein Ziel war es die verlorenen Punkte aus dem ersten FMS-Rennen wieder gut zu machen. Dieses Rennen ist bekannt für den schnellsten Bahnübergang der Welt! Die Strecke befindet sich auf einem Waffenplatz. Der Offroad führte über eine abgemähte Wiese, eingangs Offroad wurde ein Sprung gebaut und sonst hatte es ein paar kleine Wellen und Kurven. Der Streckenteil auf dem Asphalt war recht schnell und führte über oben genannten Bahnübergang, dort wurde mit weit über 100Km/h darüber gebrettert. Bei den beiden Freitrainings musste noch die eine oder andere Veränderungen am Motorrad vorgenommen und ausprobiert werden. Ich platzierte mich im Freitraining auf dem 3.und 2.Rang. Das Zeittraining fiel sprichwörtlich ins Wasser, der Offroadteil wurde über Mittag sehr stark gewässert, wir mussten als erste nach dem Mittag ins Zeittraining (Qualifying) leider ohne die Information, dass der Offroad stark gewässert wurde und dadurch sehr nass und rutschig war. Somit kam es im Zeittraining schon in der ersten Runde zu Massenstürzen. Die nasse Wiese war mit den Sliks kaum fahrbar, teilweise lagen 7-8 Fahrer gleichzeitig am Boden. Bei der Landung vom Sprung in den Offroadteil stürzte ich ebenfalls in der ersten Runde, mit krummem Lenker fuhr ich somit das Zeittraining weiter und konnte es leider nur auf dem 5. Rang beenden. Aus der 2.Startreihe startete ich beim 1.Lauf recht gut und belegte in der ersten Kurve den 4.Rang, danach konnte ich mich in der zweiten Runde noch auf den 3.Rang verbessern. Beim 2.Lauf kam ich ebenfalls recht gut weg, als dritter in die erste Kurve und in der 6.Runde konnte ich mich noch auf den 2.Rang verbessern. Im Tagesklassement belegte ich den 3.Rang hinter Prestel aus Deutschland und Vincenot aus Frankreich.



Auf ein weiteres FMS-Rennen in Bure JU war ich gespannt und freute mich.
Leider wurde das Rennen ohne Meisterschaftspunkte durchgeführt, da die Strecke den Sicherheitsanforderungen nicht entsprach.


Am Wochenende vom 2./3.Juni 2012 gastiert die Supermoto Schweizermeisterschaft bereits zum dritten Mal auf dem Militärgelände im jurassischen Bure. Nach zwei erfolgreichen Jahren auf dem schnellen Rundkurs durch die Strasse des Häuserkampfdorfes Nalé, musst für dieses Jahr eine neue Streckenvariante gefunden werden. Die neue kurvige Piste im Wald verlangt von den Piloten höchste Präzisionsarbeit und versprach für die Zuschauer Spektakel pur. Leider wurde in den ersten freien Trainings am Samstag deutlich, dass die neue Strecke an einigen Stellen erhebliche Sicherheitslücken aufwies. Besonders die Passage über eine Asphaltkuppe erinnerte mit den fliegenden Bikes stark an die haarsträubenden Bilder von den berühmten Rennen auf der Isle of Man. Auf den Appell der Piloten hin wurde deshalb anlässlich der Fahrer-besprechung entschieden, dass die Rennen vom Samstag ohne Meisterschaftswertung ausgetragen würden und damit die Teilnahme für jeden Fahrer freiwillig war. Mir persönlich gefiel die Strecke sehr gut, kam damit prima zurecht, in unserer Kategorie gingen alle Fahrer an den Start. In der FMS-Meisterschaft bestritten die Kategorie Youngster wieder am Samstag alle Läufe! Das Zeittraining (Qualifying)beendete ich auf dem ersten Platz vor dem Honda Werksfahrer Germain Vincenot Marchal aus Frankreich. Vincenot bestreitet diese Saison ein paar Rennen der Schweizermeisterschaft mit Tageslizenz. Bei beiden Läufen bin ich einen kleinen Tick schlechter am Start weggekommen als Vincenot, auf der heiklen Strecke gab es leider kein Vorbeikommen am Franzosen. Ich fuhr aber in beiden Läufen die schnellste Runde. Wir distanzierten uns vom 3.rangierten im 1.Lauf um fast 50sec. und im 2.Lauf um 30sec. In der Tagesrangliste war ich auf dem hervorragenden 2.Rang anzutreffen. Sehr schade, dass es keine Meisterschaftspunkte gab, den hier hätte ich die volle Punktzahl abgeholt. Am Samstagabend kam ein Protest der Prestigefahrer und über Nacht starker Regen hinzu, dies zwang die Organisatoren die Rennen vom Sonntag ganz abzubrechen.



In Villars Frankreich fand zum vierten Mal ein FMS-Rennen statt, bei brütender Hitze und trotz Problemen in den Armen bin ich auf den guten 3. Rang gefahren.


Nach einer anstrengenden Baukurswoche fuhr ich am späten Freitagabend zusammen mit meiner Mutter Richtung Villars Frankreich. Mein Vater und meine Schwester Jenny machten sich schon am Nachmittag auf den Weg, damit sie das Einschreiben am Abend noch erledigen konnten. Auf der permanenten WM-Piste in Villars sous Ecot traf sich die Schweizer Supermoto Elite um weitere wichtige Meisterschaftspunkte zu holen. Bei über
30 Grad lieferten sich die Piloten heisse Drifts und Kämpfe um die Meisterschaftsführung. Mir war die schnelle und spektakuläre Piste vom Chrono Training im Frühling bestens bekannt. Leider hatte ich schon die ganze Woche im Baukurs Probleme mit meinen Unterarmen, bekam immer wieder Krämpfe. Also hatte ich für das kommende Rennwochenende nicht gerade die besten Voraussetzungen. Im ersten Freitraining bekam ich nach kurzer Zeit harte Arme und Muskelkrämpfe. Dieses Problem zog sich durch den ganzen Wettkampftag! Im Zeittraining(Qualifying) bin ich auf den 4.Startplatz gefahren.
Die Rennläufe waren z.T. eine richtige Qual, ich konnte sie nur mit grosser Mühe zu Ende fahren. Gegen den Schluss, spürte ich meine Finger kaum noch und konnte diese fast nicht mehr auf und zu machen. Es war sehr schwierig den Lenker noch zu halten und das Bremsen wurde zu einer grossen Herausforderung.Vincenot aus Frankreich gewann alle Läufe auf seiner Heim-Trainingsstrecke, Prestel aus Deutschland wurde zweimal 2.und ich fuhr im 1.Lauf auf den 4. Rang und im 2.Lauf auf den 3.Rang, das ergab in der Tages-rangliste für mich den 3.Schlussrang! In der FMS-Meisterschaft belege ich im Moment den 3.Rang mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei. Am späten Samstagabend traten wir schon wieder die Heimreise an, da ich am Sonntag nochmals in einen Überbetrieblichen Kurs ins Bündnerland einrücken musste.



Nach einer weiteren Woche Gebirgspraktikum ging es für das 3. SAM-Meisterschaftsrennen in den Hoch-Ybrig SZ.


Ich machte mich am Freitagabend direkt vom Bündnerland auf den Weg in den Hoch-Ybrig! Bei herrlichem Wetter standen am Samstag zwei Freitrainings, das Zeittraining und der 1.Lauf auf dem Programm. In den Freitrainings war ich auf den Rängen eins und drei und im Zeittraining bis zur letzten Runde auf Rang eins, danach fuhr der Österreicher Beck noch eine um 0.023sec. schnellere Zeit! Um die Starts spektakulärer zu machen und denjenigen die das Zeittraining vergeigt haben, eine zweite Chance zu geben, wurde auch hier wieder wie beim Motocross am Startbalken gestartet. Ich durfte als Zweiter den Startplatz aussuchen. Der Startbalken ist nicht gerade mein Freund, den ersten Start erwischte ich glücklicherweise recht gut, als Erster in die erste Kurve, danach hatte ich Probleme mit meinem Töff. Als es im Offroadteil stark schlug stellte der Motor in der zweiten Kurve einfach ab. Vier Fahrer zogen an mir vorbei, davon konnte ich bereits drei in der kommenden Runde wieder überholen. Dieses unerklärliche und fast schon mysteriöse Problem mit dem Töff hatte ich während dem Rennen weitere drei-vier Mal, mit grossem Glück konnte ich den 2.Rang ins Ziel fahren. Nun ging es im Fahrerlager auf die Suche der Ursache! Wir mussten die Vergasereinstellungen optimieren und diverse Einstellungen überprüfen. Als der „Töffdoktor“ Chrigel Keller uns am Abend überraschend im Fahrerlager einen Besuch abstattete, war der „Patient“ wieder gesund und top einsatzfähig für den Sonntag! Am Sonntag beim 2. Lauf wurde der Startbalken einmal mehr zu meinem Verhängnis, ich erwischte einen schlechten Start! Konnte mich während dem Rennen aber wieder auf den 2.Rang verbessern und fuhr diesen sicher ins Ziel. Auch der Start zum 3.Lauf war erneut schlecht, dazu würgte ich noch den Töff in der ersten Kurve ab. Während ich kickte, zogen in der Zwischenzeit sieben Fahrer an mir vorbei, die Aufholjagt war recht gross, aber es gelang mir einen Fahrer nach dem anderen einzuholen und bald setzte ich mich wieder an die zweite Position hinter Beck aus Österreich. Der Abstand zu ihm war aber zu gross um ihm gefährlich zu werden, also beendete ich auch diesen 3.Lauf auf dem 2.Rang. Ich war sehr froh, dass mein Motorrad am Sonntag wieder optimal lief, ich hatte beim Warmup und in beiden Läufen jeweils die schnellsten Rundenzeiten. Jetzt hoffe ich, dass in Zukunft auch wieder mehr Glück am Start dabei ist und mir die nächsten Rennen gut gelingen werden. Im Tagesklassement belegte ich den 2.Rang hinter dem Österreicher Mathias Beck. In der Meisterschaftsrangliste der SAM bin ich mit 28Punkten Vorsprung im Moment immer noch auf Siegeskurs!



Überragende Leistung im Zeittraining sowie beim 1. und 2. Lauf in Bäretswil ZH,
​dazu grosses unvorstellbares Pech vor dem 3. Lauf!

Am Wochenende vom 14./15. Juli 2012 trafen sich die Supermoto Rennpiloten zum letzten Meisterschaftslauf vor der Sommerpause in Bäretswil ZH.
Die Strecke lag mir sehr gut, da sie viele Ecken und Kanten hatte. Sie führte mitten durch das Wohngebiet, rund um die Kunsteishalle.
azu hatte sie einen schönen grossen Offroad. 
Das Wetter spielte Teilweise verrückt! Vor allem am Sonntag war es sehr wech-selhaft, von Sonnen-schein über sehr starke Wolkenbrüche mit heftigen Regengüssen stand alles auf dem Programm. Am Samstag absolvierte ich die beiden Freitrainings, das Zeittraining und am Abend auch den ersten Rennlauf.
Kurz zusammengefast lief es mir hervorragend, ich fuhr mit grossem Abstand bei allen Läufen die besten Zeiten! Für das Speed-Race-Rennen am Sonntag wollte ich mich auch qualifizieren, deshalb meldete ich mich dafür an, in jeder Kategorie wurde jeweils nach dem Zeittraining ein Ausscheidungsrennen gefahren. Diese Vorausscheidung gewann ich in meiner Kategorie ebenfalls mit grossem Vorsprung. Pro Kategorie durften nun vier Fahrer plus zwei Prestigefahrer mit Wildcard an den Start am Sonntagabend. Die anfänglichen Probleme mit dem Startbalken in dieser Meisterschaft konnte ich hier in Bäretswil endgültig hinter mir lassen. Der Start am Sonntag zum 2.Lauf gelang mir ausgezeichnet und ich fuhr auch diesen Lauf ohne Probleme als erster über die Ziellinie. Der Speaker meinte: „Mike Zürcher fährt in einer anderen Liga, seine Konkurrenten haben keine Chance ihn aufzuholen und ihm gefährlich zu werden.“ Nach dem Mittagessen kam dann aber die grosse Ernüchterung und die Tatsache, dass zuerst alle Läufe gefahren werden müssen, bevor es klar ist wer am Ende der Gewinner ist.
Als ich meine Maschine für den 3.Lauf starten wollte um an den Vorstart zu fahren, traf ein wovon man in den schlimmsten Träumen nicht träumen möchte. Der Renntöff lief einfach nicht an………..….. ich befand mich wie in einem falschen Film…………...verzweifelt versuchten alle rundherum die Maschine zum Laufen zu bringen. Ich musste mich zu Fuss an den Vorstart zu meiner Poleposition machen, damit ich nicht disqualifiziert werde, wegen zu spätem Erscheinen. Ich wartete aber vergebens auf das erlösende Motoren-geräusch meiner Maschine. Die Zeit lief mir davon, die anderen Fahrer mussten an den Start und ich blieb ohne Töff stehen……….… dieser Lauf war für mich zu Ende bevor er begonnen hatte! Der Traum vom grossen Sieg war auf einen Schlag ausgeträumt!
Es nützt nichts der schnellste und beste Fahrer in einem Rennen zu sein, wenn einem die Rennmaschine und das Glück im Stich lassen. Das ist eben Motorsport!

Am Abend beim Speed-Race-Rennen wollte ich es aber allen nochmals zeigen. Im Halbfinal waren 22 Fahrer am Start, die schnellsten 15 kommen weiter ins Finale. Mit meiner 250er Yamaha gegen die schnellen grossen mit ihren 450er. Den Habfinal gut überstanden ging es an den Balken zum grossen Finale. Dieser Start in Mitten von Prestigefahrern, vom Asphalt direkt in den Offroadteil auf den grossen Sprung zu, das war die Herausforderung für mich. Der Start gelang mir ausgezeichnet, ich kam schlussendlich als dritter hinter zwei Prestigefahrern aus dem Offroadteil. Verfolgt von 12 weiteren top Fahrern ging es auf den Rundkurs. Ich musste drei Runden überstehen, es war kaum zu glauben, aber ich fuhr mit meiner 250er Maschine die dritt schnellste Rundenzeit hinter den Prestigefahrern Dupasquier und Baumgartner. Das Rennen beendete ich auf dem hervorragenden dritten Schlussrang! Das tat so gut, dass ich es allen nochmals zeigen konnte, wie sehr mir diese Strecke lag.
In der SAM-Meisterschaft, trotz dem null Punkte Lauf glücklicherweise immer noch an erster Stelle!



Überragender Sieger am SAM-Supermotorennen in Nüziders AUT und
einmal mehr hervorragender dritter im Speed-Race-Finale.


Am 25./26.Aug. 2012 fand in der Industrie von Nüziders Österreich ein weiteres Rennen der SAM-Meisterschaft statt. Diese Strecke mit grossem Offroadteil und top präparierten Sprüngen, lag mir ausgezeichnet. Der Wettergott spielte am Samstag einmal mehr verrückt, starke Niederschläge wechselten sich mit angenehmen trockenen Abschnitten ab. Die Reifenwahl war eine kleine Lotterie! Am Sonntag kam das Wetter dann deutlich freundlicher daher. Ich konnte die Freitrainings, das Zeittraining und alle Rennläufe der Meisterschaft überlegen für mich entscheiden. Der Start am Startbalken habe ich mittlerweilen sehr gut im Griff! Ich konnte mich am Samstag auch für das Speed-Race-Finale qualifizieren.
Am Sonntagabend überstand ich dann auch den Halbfinal und im Finale zog ich den zweitletzte Startplatz, ich wählte den Platz ganz links Aussen am Startbalken. Mit meiner 250er Keller-Yamaha neben etlichen 450ern Prestige-/ Challenger-/ Promo- und Senioren-fahrern. Der Start gelang mit hervorragend, ich schoss gleich hinter Prestigefahrer Stephan Züger als zweiter in die erste Kurve, danach konnte nur noch der deutsche Prestigefahrer Schmidt beim Offroad-Sprung an mir vorbei ziehen. So beendete ich einmal mehr nach Bäretswil das Speed-Race-Rennen auf dem 3.Podestplatz!



Führung in der Meisterschaft weiter ausgebaut am SAM-Rennen in Sundgau Frankreich.


In Sundgau fand am 15./16.Sept. 2012 das zweitletzte SAM-Meisterschaftsrennen auf der Kart-Bahn bei strahlend schönem und heissem Wetter statt. Ich konnte das Qualifying am Samstag für mich entscheiden und hatte somit am Sonntag die Poleposition. Das erste Mal in dieser Saison wurde bei der SAM nicht am Startbalken gestartet. Die Poleposition war ganz links Aussen, aus meiner Sicht nicht optimal. Nach dem Start befand ich mich bei allen drei Läufen immer zwischen dem 3.und 4.Rang. Konnte mich aber recht schnell mit ge-schickten Überholmanövern auf die erste Position verbessern. Im 1.Lauf kam leider gegen Ende ein unglücklicher Sturz dazu, das Vorderrad rutschte in einer rechts Kurve vorne weg und ich wurde von zwei Fahrern überholt. Konnte danach aber den 1.Lauf noch auf dem 2.Rang beenden. Den 2. und 3.Lauf konnte ich mit grossem Vorsprung ins Ziel fahren und somit einmal mehr den Tagessieg sichern.
Auf dieser Piste fand kein Speed-Race-Rennen statt.
Nun stehe ich ein Rennen vor Saisonschluss in der SAM-Meisterschaft immer noch auf dem 1.Rang mit 31 Punkten Vorsprung.



Beim FMS-Rennen in Roggwil BE konnte ich mich in der FMS-Meisterschaft auf den guten 2.Rang verbessern.


Die Outdoor-Premiere in Roggwil am 22./23.Sept. 2012 war ein Erfolg. Das VSZ-Mittelland bietet die besten Voraussetzungen für spektakulären Supermoto-Sport auf höchstem Niveau. Die Piste hatte zwei Offroadteile mit spektakulären Sprüngen und einer steilen Abfahrt. Ich hatte einmal mehr alle Rennläufe am Samstag. Das Wetter war unfreundlich
und kalt. Das Qualifying und die Rennläufe fanden zum Teil bei strömendem Regen statt. Das Qualifying konnte ich auf dem 2.Rang beenden, hinter dem deutschen Meisterschaftsführenden Phillip Prestel. Leider habe ich beide Starts nicht optimal erwischt. Ich konnte mich aber während dem Rennen nach vorne verbessern und beendete beide Rennläufe jeweils auf dem 2.Rang. Am Schluss zweiter in der Tagesrangliste!
In der FMS-Meisterschaft bin ich neu auf dem 2. Rang anzutreffen. Nun steht auch in dieser Meisterschaft nur noch das Finale in Frauenfeld auf dem Programm.


Beim letzten SAM-Meisterschaftsrennen in Ramsen SH
sicherte ich mir bereits im zweiten Lauf den Schweizermeistertitel!


In Ramsen SH fand am 29./30.September 2012 das Finale in der SAM-Meisterschaft statt. Das Wetter spielte einmal mehr verrückt, es regnete am Samstag so stark, dass beinahe der komplette Offroadteil gesperrt werden musste. Das Qualifying vom Samstag entschied ich ganz klar für mich. Am Sonntagmorgen unternahmen die Organisatoren alles um den Offroadteil wieder in Schwung zu bringen. Es gelang ihnen ausgezeichnet und alle Renn-läufe konnten plangemäss durchgeführt werden. Beim ersten Lauf hatte ich Probleme mit dem vorderen Regenreifen, da es nicht nur nass sondern auch recht kalt war. Nach einem ausgezeichneten Start rutschte mir das Vorderrad in der zweiten Kurve weg, aus diesem Grund stürzte ich und musste das Rennen von hinten wieder in Angriff nehmen. Auch in den darauffolgenden Runden hatte ich Probleme und zwei weitere Stürze, zum Glück ohne Verletzungsfolgen. Den ersten Lauf beendete ich dann auf dem zweiten Rang. Auf Anraten von Cyrill Scheiwiller, wärmten wir den vorderen Regenreifen für den zweiten Lauf vor und siehe da mir gelang ein genialer Start-Ziel Sieg ohne Probleme. Nach diesem Lauf war klar, dass ich die Meisterschaft gewonnen hatte. Aus diesem Grund wurde die Nummer eins für den dritten und letzten Lauf montiert. Auch beim dritten Lauf gelang mir wieder ein hervorragender Start. Trotz kurzen Problemen im Offroadteil konnte ich mich schnell wieder an die Spitze setzen und gewann den dritten Lauf mit grossem Vorsprung. Somit hatte ich einen weiteren Tagessieg errungen und den Titel als Swiss Champion 2012 in der Kategorie Youngster 250ccm.



Grosses Finale in Frauenfeld, den zweiten Schlussrang in meiner ersten FMS-Meisterschaft  zu halten war mein Ziel.


Am 13.Oktober 2012 stand das letzte Rennen zur FMS-Meisterschaft auf dem Programm. Neblig nasses Wetter am Samstag und ein richtig schmieriger und dreckiger Offroadteil.
In meiner ersten Rennsaison 2010 bei meinem ersten Rennen in der FMS-Rennserie stürzte ich hier schwer. Frauenfeld war mir also nicht in guter Erinnerung geblieben! Nachdem ich letztes Jahr auf einen Start verzichtete, musste ich dieses Jahr über meinen Schatten springen und meinen zweiten Rang in der Meisterschaft behaupten.
Die Freitrainings und das Qualifying liefen zwar nicht optimal, ich platzierte mich aber auf dem guten 3.Rang. Die darauffolgenden zwei Rennläufe musste ich nur noch heil ins trockne bringen, es gelang mir recht gut und ich belegte die Ränge drei und zwei, dies ergab den 2.Schlussrang im Tagesklassement.
In der Meisterschaft wurde ich somit Vize Champion hinter dem deutschen Philipp Prestel. Mit meiner Leistung war ich sehr zufrieden und konnte das ungute Gefühl von Frauenfeld endlich begraben.



Mit dem Schweizermeistertitel bei der SAM und dem Vize-Schweizermeistertitel bei der FMS, konnte ich meine 3.Rennsaison sehr zufrieden und erfolgreich ohne Verletzungen abschliessen!

Vielen herzlichen Dank all meinen Sponsoren, Fan`s und natürlich meiner ganzen Familie für die grossartige Unterstützung im 2012!

Tschüss und bis bald in meiner neuen Rennsaison 2013
mit einer 450er Keller-Yamaha.

Mike #93

Trainingslager mit Dani Müller in Ungarn!